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Das Weihnachtsdorf - Petra Durst-Henning

Hallo, ihr Lieben 

Auch wenn es leider keine weiße Weihnachten gab, sind nun Mitte Januar in Berlin die Straßen vereist und es liegt Schnee. Da wohl die Temperaturen in nächster Zeit kaum ansteigen werden, wollen wir unsere Weihnachtsstimmung noch ein bisschen länger beibehalten. Passend dazu möchten wir euch heute folgenden Begleiter vorstellen:

[Roman]

In Maierhofen, einem Dorf im tiefen Allgäu, haben sich die Bewohner des Genießerdorfes dieses Jahr entschieden, zum ersten Mal einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. Nachdem das Kräuter-der-Provinz-Festival im Sommer ein voller Erfolg war, hoffen sie auch nun auf einen vollen Erfolg mit vielen Besuchern von außerhalb. Dabei soll Jeder mit einem Stand seinen Teil dazu beitragen. Von selbstgemachtem Holunderpunsch, bis hin zu holzgeschnittene Figuren für die heimische Krippe - für jeden ist etwas dabei. Dpch das Beste am Weihnachtsmarkt ist, dass alle Produkte selbst hergestellt wurden und aus der Region stammen. Es soll weder billigen Glühwein, noch Plastiknikoläuse geben.

Neben den ganzen Vorbereitungen rückt das Weihnachtsfest immer näher und die Maiernhofener müssen sich bei der ganzen Hektik noch Gedanken über Geschenke für ihre Liebsten machen und diese noch besorgen. Dabei wollen Therese und Sam dieses Jahr ihr Hotel schließen und Roswitha will die ersten Weihnachtstage mit ihrem Edy alleine verbringen und sich nicht um ihre Eltern sorgen.

Petra Durst-Benning erzählt die Geschichten aus unterschieldichen Perspektiven der Bewohner. Mal verfolgt man Greta und Vincent auf Geschenkesuche, sieht Christine bei den Vorbereitungen für ihre beiden Töchter zu und im nächsten Kapitel erzählt Rosi von Edys veganener Fleischerei und ihrem Traum von Kesselchips. Gerade dies hat der Geschichte einen spannenden angenehmen Verlauf gegeben. Man erfährt viel über die Bewohner und ihre Beziehungen zueinander.


Ein großes Highlight des Romans sind die Rezepte und Dekotipps im Anhang. Da die Rezeptideen vom Koch Sam unterschrieben sind und auch die Dekotipps von den Bewohnern stammen, wirken sie gerade zu real und wesentlich authenitscher. Dies verleiht dem ganzen Roman eine individuelle Note und macht das Buch zu einem kreativen Gesamtwerk.

Jedoch hätte ich mir gewünscht, dass der Weihnachtsmarkt eine zentralere Rolle einnimmt. Auch wenn er auf dem Buchrücken und in den Beschreibungen groß angepriesen wird, füllt er nur einen geringen Teil des Romans. Vielmehr stehen die Weihnachtsvorbereitungen und Heiligabend selbst im Vordergrund.


Blanvalet, 2016; mit vielen Rezepten und Dekotipps
 205 Seiten, 12 Euro

Für das Rezensionsexemplar danken wir: 

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