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Armistead Maupin: Die Tage der Anna Madrigal. Die letzten Stadtgeschichten.

Roman // Original: The Days of Anna Madrigal // 2014
Rowohlt Taschenbuch Verlag // 2017 // Aus dem Englischen von Michael Kellner 
334 Seiten //  Euro 10,99



Die Tage der Anna Madrigal ist der letzte Band von Armistead Maupins insgesamt 9 Stadtgeschichten. Im Mittelpunkt steht die 92 jährige Anna Madrigal, die noch einmal in ihre Heimatstadt Winnemucca aufbricht, da sie dort noch eine alte Rechnung offen hat. Als 15 jähriger Junge lief sie heimlich weg, auf der Suche nach einer Zukunft als die Person, als die sie sich schon lange fühlte.

Anna ist in der Transender–Szene eine Ikone, als Vermieterin in der Barbary Lane 28 in San Francisco war sie der Mittelpunkt einer bunt zusammengewürfelten Hausgemeinschaft. Hier gingen lauter Menschen ein und aus, die den konventionellen Gesellschaftsbildern nicht entsprachen: Schwule, Lesben, Transsexuelle, Prostituierte, Alternative und Unkonventionelle jeder Couleur, egal ob jung oder alt. Jetzt wird Anna von dem viel jüngeren homosexuellen Jake umsorgt, aber auch viele der früheren Hausbewohner – die eine eigene Familie gebildet haben - kümmern sich um sie. Bei Burning Man, einen legendären Event in der Wüste, treffen sie wieder alle zusammen. Anna hat ihr Leben geklärt und weiß jetzt „dass sie von nun an ihr eigenes Leben leben musste“.

Arminstead Maupin hat die Stadtgeschichten 1976 als tägliche Kolumne für den Chronicle begonnen und eine riesige Fangemeinde gewonnen. Mit den letzten Stadtgeschichten von 2014 (Tale of a City im Original) beendet er seine Serie nach 38 Jahren, in denen er die Entwicklung der Gesellschaft verfolgt hat. Die letzten Stadtgeschichten, Die Tage der Anna Madrigal, ist berührend, spannend und charmant geschrieben und ein super Abschluss.

Zu den anderen Bücher der Stadtgeschichte und Maupins weiteren Arbeiten gibt seine Webside www.armisteadmaupin.com Auskunft. Hier gibt es auch einen literarischen Stadtplan zu Anna Madrigals San Francisco.


Für das Rezensionsexemplar danken wir:

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