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Christoph Spielberg: Wiederbelebung

Krimi  // be.bra verlag // 2017 
262 Seiten // 12 Euro 

Zum sechsten Mal geht Oberarzt Dr. Felix Hoffmann mit tatkräftiger Unterstützung seiner Freundin Celine auf Verbrecherjagd. Hoffmann muss zeitweilig „Innendienst“ in der Humana-Klinik leisten. Eine Journalistin hat seine Äußerungen im Rahmen eines Interviews aus dem Zusammenhang gerissen und bei youtube eingestellt. Dieses beschert Dr. Hoffmann nicht nur zweifelhafte Berühmtheit, sondern auch die Ablehnung seiner Patienten.
So darf er nun die Akten von Dr. el Ghandur, der die Klinik überstürzt verlassen hat, aufarbeiten. Dabei stößt er auf eine signifikante Häufung von Wiederbelebungen von Patienten oftmals mit tödlichem Ausgang. Mehrere Personen geraten in das Fadenkreuz der Ermittlungen von Dr. Hoffmann und Celine, die sich ihrerseits intensiven Nachforschungen der Polizei in Gestalt von Kommissar Czernowske ausgesetzt sehen. Dabei bewahrt die umsichtige und charmante Celine ihren Partner mehrmals davor, selbst als Hauptverdächtiger in den Focus zu rücken. Zeitweise ziemlich lädiert meistern die beiden jedoch auch dieses Abenteuer.

Nach der Lektüre des Buches fragten wir uns, wieso es Dr. Hoffmann und Celine noch nicht auf die Leinwand geschafft haben. Witzig, manchmal ironisch, zuweilen in Gestalt von Dr. Hoffmann auch etwas tolpatschig treiben sie den Fall der Lösung zu. Es gibt gut dosierte Action, keine überflüssige Brutalität, interessante Charaktere, viel Spannung, manchmal geraten die Ermittlung kurzzeitig in eine Sackgasse – kurzum man findet alles, was man für einen guten Film braucht.

Mit Christoph Spielberg als langjährigem Oberarzt an einem Krankenhaus schildert ein Insider den Klinikalltag. Nebenbei stellt er die Probleme des Krankenhauswesens, wie wirtschaftliche Zwänge, Personalmangel, Überarbeitung usw. dar. Gewollt stellt das Buch auch oftmals Bezüge zu realen Fällen, wie der Tötung von Patienten durch Krankenhauspersonal. Insgesamt ein rundum gelungenes Buch, das großes Lesevergnügen bereitet.

Für das Rezensionsexemplar danken wir:

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