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Gabriela Kasperski: Bretonisch mit Meerblick

Bretonisch mit Meerblick ist ein spannender Krimi mit viel französischem Flair.

Kriminalroman // Emons // 2020 
256 Seiten // 12,00 Euro 

Die Schweizer Buchhändlerin Tereza Berger erbt von ihrer abenteuerlustigen Großtante Annie ein heruntergekommenes altes Haus in dem kleinen Künstlerdorf Camaret auf der Halbinsel Crozon in der Bretagne. Sie ist vierzig und geschieden und will das Haus eigentlich nur schnell verkaufen und dann in Schweiz zurückkehren. Doch schnell wird Tereza in die Streitigkeiten im Dorf verwickelt. Die Interessenvertretung der Frauen von Camaret wollen nachhaltig und ökologisch leben und setzten auf sanften Tourismus. Ihnen gegenüber stehen die Kaputzenmänner der Groupe des Anciens, die an den alten Traditionen und ihrer Vormachtstellung gegenüber den Frauen festhalten wollen. Mittendrin steht der deutsche Maler Severin, der das Künstlerdorf zur Touristenattraktion ausbauen will und dazu das Haus der Großtante kaufen möchte.

Und es gibt die alte bretonische Sage, na…
Letzte Posts

Ton Veerkamp: Abschied von einem messianischen Jahrhundert. Politische Erinnerungen

Die politischen Erinnerungen Ton Veerkamps sind ein großes Stück Zeitgeschichte eingebettet in das Leben dieses außergewöhnlichen Mannes. Veerkamp, geboren 1933, erzählt von seiner Kindheit in Amsterdam als Sohn eines Bauarbeiters und seiner katholischen Mutter. Er beginnt eine Ausbidung als Banklehrling, die ihn jedoch nicht ausfüllt. Sein Wunsch Philosophie zu studieren erfüllt sich als er in den Jesuitenorden eintritt. An das Philosphiestudium schließt sich ein Theologiestudium an. Sein Weg scheint vorgezeichnet zu sein: „In New York promovieren, danach zurückkehren und bei den Jesuiten Professor werden.“ 
Biographie // Ariadne Argument // 2020 
320 Seiten // 24,00 Euro


Aus Liebe zur Buchhändlerin Marianne Reichhoff, die er bei einem Besuch in Ostberlin kennengelernt hatte, verlässt Veerkamp die Jesuiten. Durch die Heirat mit einem Niederländer und dem gemeinsamen Kind erhält Marianne die Ausreisegenehmigung. Die Familie lässt sich in Westberlin nieder, wo sich Veerkamp als Pfarrer i…

Agatha Christie: The Secret Adversary

The Secret Adversary ist Agatha Christies zweites Buch. Nach dem Erfolg von The Mysterious Affairs at Styles mit Hercule Poirtot (Das fehlende Glied in der Kette), der sich jedoch für sie nicht finanziell durchschlug, erhoffte Agatha Christie jetzt etwas Geld zu verdienen. The Secret Adversary erschien erstmals 1922 bei The Bodley Head Limited. In der deutschen Ausgabe erschien es 1932 unter dem Titel Die Abenteuer-G.m.b.H im Goldmann Verlag Leipzig. Bei der Neufassung 1959 bei Deich München wurde der Titel in "Ein gefährlicher Partner" geändert. "Ein gefährlicher Partner" erschien 2017 wieder als Neuübersetzung im Atlantik Verlag. 


Die jungen Abenteurer sind Tommy Beresford und Prudence - genannt Tuppence - Cowley. Sie haben hier ihren ersten Auftritt und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Es ist die Zeit nach dem 1. Weltkrieg, 1919 in London, und viele jungen Menschen waren arbeitslos und verzweifelt. So ist Tommy ein junger Offizier, der aus dem Militärdi…

Patrick de Witt: Letzte Rettung: Paris

Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das so verrückt ist. Unterhaltsam führt der Autor den Leser durch das Leben von Frances, ihrem Sohn Malcom, und dem Kater, kleiner Frank. Aus Geldnöten verschlägt es die kuriose Familie - wobei dieses Wort eigentlich so gar nicht auf die Drei zutrifft, viel mehr wirken sie wie eine vom Schicksal zusammengeworfene Gruppe von Menschen - nach Paris in die Wohnung einer alten Bekannten. Doch sie bleiben nicht lange allein. Nach und nach füllt sich die Wohnung, bis schließlich an die 10 Personen in der Pariser Wohnung Unterschlupf gefunden haben. 
Roman // Original: French Exit (2018) 
Kiepenheuer & Witsch // 2019 // aus dem amerikanischen Englisch von Andreas Reimann 
Seiten // 15,00 Euro // Hardcove


Das Besondere an kleiner Frank ist, dass er kein normaler Kater ist. Er ist die Reinkarnation von Frances´ verstorbenen Ehemann Frank Price. Die Prices waren in der New Yorker Gesellschaft eine Berühmtheit. Frances war wunderschön und wusste mit …

Wallace Stroby: Zum Greifen nah

Ich bin ein großer Fan von Wallace Stroby. Seine Reihe rund um die Gängsterin Crissa Stone habe ich mit großer Begeisterung gelesen. In dem „neuen“ Kriminalroman (nach deutscher Erscheinen der neue, doch tatsächlich vor der „Crissa-Stone-Reihe veröffentlicht) wechselt Stroby die Perspektiven. Erneut haben wir einen starken, weiblichen Hauptcharakter, doch dieses Mal auf der Seite des Gesetzes.

Krimi // Original: Gone ´Til November (2009)
Pendragon Verlag // 2020 dt. Erstausgabe // aus dem Amerikanischen von Bernd Gockel
360 Seiten // 18,00 Euro // Klappenbroschur

Sara Cross ist Polizistin. Bei ihrer ersten Nachtschicht seit langem, folgt sie dem Polizeifunk zum Highway, wo sie ihren Kollegen Billy mit einer Leiche findet. Billy zufolge ist der Mann Schlangenlinien gefahren und er hat ihn überprüfen wollen. Bei der Kontrolle ist die Situation jedoch aus dem Ruder gelaufen und der Mann hat seine Waffe gezogen, woraufhin Billy schoss.
Alles sieht nach Notwehr aus und der Fall wird bald ges…

Would you rather... / Würdest du lieber... Entscheidungen rund ums Buch

Guess, who´s back! Nachdem unsere "kleine" Sommerpause in eine Art "Sommerschlaf" entartet ist, melden wir uns heute endlich zurück! In dieser Zeit haben wir natürlich weiterhin fleißig gelesen und starten nun voller Tatendrang, um euch die Leseperlen oder auch -enttäuschungen vorzustellen.Bevor wir damit beginnen, möchten wir heute mit einem kleinen Spiel beginnen. Irene Adler ist auf dem tollen Bookstagram von @enchantedstories123 auf ein Template gestoßen, bei dem man sich für eine der zwei Alternativen entscheiden muss. Wir haben uns fleißig entschieden, was so manche Diskussionen in Gang gebracht hat  Am Ende dieses Posts haben wir euch ein blank template offengelassen, sodass ihr eure eigenen Kreuze setzen könnt. Would you rather... beantwortet von Gisela     … in einer Bibliothek leben.
Ich könnte mich so langsam durch die Regale lesen. Bei Fragen, Ideen, Suche nach Hintergründen könnte ich schnell beim passenden Sachgebiet weiterlesen. Ich könnte alles in …

David Le Breton: Lob des Gehens

„Die Welt ist eine Kugel, und wenn man sie langsam umrundet, kommt man irgendwann am Ausgangspunkt wieder an, bereit für eine neue Reise.“

Philosophische Essays zum Gehen // Matthes & Seitz // 2013 Übersetzt aus dem Französischen von Milena Adam // 
Paperback 016 // 151 Seiten // 10 Euro 

In alten Reiseberichten lesen, selber Reisetagebücher schreiben, ist für mich ein großen Vergnügen. Ich liebe es auch Menschen literarisch auf ihren Reisen zu begleiten und David Le Breton scheinbar auch, denn er hat viele der großen Reiseschriftsteller gelesen und zitiert sie auch. So reise ich in Lob des Gehens mit Davis Le Breton und vielen andern wie Thoreau, Nietzsche und Patrick Leigh Fermor. Aber ich kann mich auch von den Eindrücken von für mich vertrauten Freunden wie Walter Benjamin, Bruce Chatwin, dessen Traumpfade oder In Patagonien mich schon sehr früh in fremde Länder führten, oder Robert Louis Stevenson, der alle zu Schatzsuchern machte, in andere Welten versetzen lassen. 

Breton sch…