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Tacho Man: 1 Mann, 1 Porsche, 1 Krise und 33 x Tanken - Christian Eisert

[Biografie, Roman]



Es gab mal eine Zeit in der die Hälfte der Familie „Porsche“ brüllte, sobald irgendwo ein Porsche gesichtet wurde. Da dachte ich, vielleicht kann ich von der Lektüre von „Tacho Man. 1 Mann, 1 Porsche, 1 Krise und 33 x Tanken“ von Christian Eisert noch was über den Umgang mit Porsche-Verrückten lernen.

Die gute Nachricht vorweg: Porsche macht sexy, wie Eisert eindrucksvoll beweist. Aber nicht unbedingt reich und glücklich und man kann bekanntlich ja auch aus Fehlern lernen. So sitzt der Tacho man am Ende vollkommen verarmt mit seinem Porsche auf einem Campingplatz und nur der Benzinkanister der guten Freundin bringt noch Rettung.



Davor ist der Christian Eisert aber zweimal durch Deutschland gefahren, hat 12000 Kilometer in seinem Porschelchen zurückgelegt. Während er als kleiner Junge von einem Rolls-Royce träumte, wird es später ein schwarzer Porsche Cayman. Als Autor von Gags, Sketchen und Drehbüchern, wie zum Beispiel für die Harald Schmidt Show, die Sesamstraße, Löwenzahn oder Shopping Queen schreibt er sich bis auf die wöchentliche Tango Argentino Stunde durchs Leben:
„ Ansonsten tippte ich, telefonkonferenzte, brainstormte, verwarf und überarbeitete.“
Berechnet ausstehende Honorare, in Aussicht stehende Honorare und Honorare für Folgeaufträge der in Aussicht stehenden Honorare, bis er weiß, dass er sich sein Traumauto leisten kann. Endlich wird Christian Eisern im Cayman zum Tachoman. Und dann erzählt er sehr amüsant wie Frauen, Freunde, Bosse auf sein neues Auto und das damit verbundene Image reagieren. Auch wenn die Zukunft am Ende nicht rosig ist, gibt es die Freude am Leben: „Die einen versuchen, nur ihre Zeit rumzukriegen, die anderen…du, ich …wir leben. Mit allen Konsequenzen.“


Blanvalet Verlag, 2016
253 Seiten, Euro 8,99

 Für das Rezensionsexemplar danken wir:

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