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J.R. Dos Santos: Der Schlüssel des Salomon

Roman // Original: A Chave de Salomão // 2014
Luzar Publishing // 2018 // aus dem Portugiesischen von Viktoria Reich
496 Seiten // 18,50 Euro // Klappenbroschur

Tomás Noronha ist zurück!

Der Historiker, Kryptoanalyst und Physiker aus dem Einstein-Enigma kehrt auf die Buchseiten zurück! Nachdem Gisela euch den ersten Teil vorgelesen hatte (die Rezension dazu findet ihr hier), wollte ich nun den zweiten Teil lesen - also den zweiten Teil nach der deutschen Reihenfolge, denn die Übersetzung der portugiesischen Originale erfolgt nicht chronologisch, sondern thematisch. So geht es auch in Der Schlüssel des Salomon vor allem um die Quantenphysik.

Als Tomás Noronha von einer Reise aus Genf zurückkehrt, legt er nur einen kurzen Stopp in der Grulbenkian-Stiftung, für die er auf seiner Reise in Genf ein wertvolles Manuskript gekauft hat, ein. Denn sobald er das Gebäude betritt, erreicht ihn ein Anruf aus Coimbra von der Pflegeleiterin Maria Flor, dass seine Mutter einen Schlaganfall erlitten hat. Glücklicherweise stellt sich heraus, dass seine Mutter - neben ihrer Demenz - keine bleibenden Schäden davontragen wird, und Tomás ist froh, nicht nur seine Mutter, sondern auch die hübsche Maria Flor wiederzusehen.
Vor dem Pflegeheim fängt ihn jedoch ein Mann aus der amerikanischen Botschaft ab, der ihn zu dem Mord an Frank Bellamy, der am vorherigen Tag in Genf im CERN, dem europäischen Kernforschungszentrum, Tod aufgefunden wurde. Tomás war genau zur gleichen Zeit im CERN, um einen mysteriösen Antiquitätenhändler zu treffen, der jedoch nicht aufgetaucht war. Zudem sind Bellamy und er alte Bekannte und in der Hand des Toten wurde ein Zettel mit einem Psi-Zeichen und den Worten The Key: Tomás Noronha aufgefunden.
Für den Amerikaner scheint die Sachlage eindeutig zu sein und er will Tomás mehr als nur ein paar Fragen stellen. Tomás kann mit Hilfe von Maria Flor dem Amerikaner auf einer rasanten Flucht entkommen, die ihn schließlich bis nach Langley zum CSI-Hauptgebäude führt. Denn Tomás ist sich sicher: Um sich und das Leben von Maria Flor zu retten, muss er den wahren Mörder finden und das letzte Rätsel, das Bellamy ihm gegeben hat, lösen.


In Der Schlüssel des Salomon erwartet den Leser kein knallharter Krimi. Das ist jedoch nicht schlimm, denn das Konzept hinter den Romanen um den Historiker ist ein ganz anderes:
Die Physik hat seit dem 20. Jahrhundert mit Hilfe von Pionieren wie Albert Einstein oder Max Planck bedeutende Erkenntnisse errungen. Diese sind jedoch außerhalb der wissenschaftlichen Kreisen kaum verbreitet, denn bei den meisten stand während der Schulzeit Physik auf der Liste der unbeliebten Schulfächer ganz weit oben (nur Mathe wird ihr vermutlich den Rang ablaufen). Auch wenn ich selbst zu den "Physikunbegabten" gehörte und -ich muss es zugeben- auch nicht sonderlich interessiert war, bin ich der Meinung, dass das Verständnis und damit auch die Begeisterung zum großen Teil vom Lehrer abhängig ist. Mein Physiklehrer war von seinem Fach völlig überzeugt, dennoch konnte ich ihm im Unterricht eher mäßig folgen und habe es später auch nicht mehr versucht. So gibt es vermutlich bei vielen Menschen eine große Wissenlücke in der Physik.
Genau diese Lücke versucht J.R. Dos Santos zu schließen. Sein Ziel ist es, einer breiten Masse physikalische Theorien verständlich zu erklären und näher zu bringen. Tomás Noronha erklärt seiner Freundin Maria Flor beispielsweise die Existenz von Licht als Teilchen und Welle zugleich. An dieses Experiment erinnere auch ich mich aus meiner Schulzeit, jedoch habe ich es damals nicht verstanden. Nachdem ich jedoch die Ausführungen von Tomás dazu gelesen habe, habe ich das Experiment zwar nicht gänzlich verstanden, aber ich konnte es zumindest mehr nachvollziehen als zuvor.

Für alle, die sich ein wenig für Physik interessieren und - viel wichtiger - etwas darüber lernen wollen, ohne sich mit einem schwierigen Lehrbuch auseinandersetzten zu müssen, ist Der Schlüssel des Salomon das perfekte Buch, um sich mal wieder selbst zu beschenken.


Wir danken Luzar Publishing für das Rezensionsexemplar.

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7:45  Uhr  Frühstück (Müsli, sonntags auch mal Rührei)
8:30  Uhr  Morgenkontrollgang durchs Dorf
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